DIETER RÖSELER

POTSDAM 5Uhr30

Eröffnung: Mittwoch, 2. Oktober 2019, 19 Uhr

bis 9.11.2019 - Finissage 14 - 17 Uhr

 

Die Stadt Potsdam ist für den Kölner Fotografen Dieter Röseler "weder ganz schwarz noch rein weiß".

Sehens-würdig sind für ihn auch die Halb- und Zwischentöne der Stadt. So zeigt die Ausstellung Erinnerungsorte in und um Potsdam, die nicht auf Hochglanz-Postkarten zu finden sind: etwa die weiterhin verfallende Kiezstraße, die ehemalige Kaserne Krampnitz und die nicht polierten Römischen Bäder. Es fehlen nicht die Gedenkstätte im alten KGB-Gefängnis und die Gedenkstätte Lindenstraße, in der sowohl die Nazis als auch die Stasi-Schergen des SED-Regimes nicht linientreue Menschen drangsalierten. Die Auswahl der Straßen und Plätze regt dazu an, Potsdam "im Weitwinkel" zu betrachten und sich historische Ereignisse in Erinnerung zu rufen, die nicht in Reiseführern stehen. Die 2019 entstandenen Bilder gliedern sich in die umfangreiche Werkreihe „Deutschland 5 Uhr 30“ ein, die der Fotograf 2014 begonnen hat. Gewidmet ist die Bildserie dem Kölner Fotografen Chargesheimer, der ähnliche Stilmittel wählte: konsequente Schwarzweiß Fotografie, Hochformat, Abwesenheit von Menschen auf den Bildern. Beginn und Ende der Ausstellung sind nicht zufällig gewählt: Eröffnet wird sie am 2. Oktober, 19 Uhr, dem Vorabend des Tages der Deutschen Einheit. Sie endet am 9. Nobember, zum 30. Jubiläum des Mauerfalls, mit der Finissage.