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K.T. Blumberg: MAtera - eine Spurensuche


27. April bis 8. Juni 2019

geöffnet: Mi - Sa 14 - 18 Uhr

Matera gehört zu den ältesten Städten der Welt.  Bereits Steinzeitmenschen besiedelten die Höhlen in den Hängen der Stadt.  Griechen, Römer, Langobarden, Sarazenen und Normannen hinterließen ihre kulturellen Spuren. Mönche aus dem Orient fanden hier Zuflucht und gruben ihre Kirchen in den Fels. Später, unter feudaler Herrschaft, lebten arme Bauern und Hirten in elenden Verhältnissen unten in den Höhlen, reiche Bürger wohnten in der Oberstadt.  

Als "Hölle Dantes" beschrieb der Schriftsteller Carlo Levi diesen Ort in seinem weltberühmten Erinnerungsbuch "Christus kam nur bis Eboli" (1944). Die Höhlensiedlungen galten vielen als Schande Italiens. Heute gehören sie zum UNESCO-Weltkulturerbe, und die Stadt präsentiert sich als Kulturhauptstadt Europas 2019 unter dem Motto "Open Future".  Aber auch dieser rasante Aufstieg hinterlässt seine Spuren: in Form von Luxushotels, von Designern gestalteten Bars und Cafés, Andenkenshops für Touristen, die zu Hundertausenden anreisen. Die Fotografin begab sich mit der Kamera auf Spurensuche. Für die Ausstellung wählte sie Stadtansichten, die die verschiedenen Kulturformen der Behausungen wie Schichten zeigen, sowie historische und aktuelle Fragmente, die die urbane Realität dieser wiederentdeckten süditalienischen Stadt prägen.

geschlossen vom 12. - 19.6.2019


Nächste Ausstellungseröffnung:

12. Juli 2019, 19 Uhr

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