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GUNDULA SCHULZE ElDOWY - SPINNING ON MY HEELS - New York 1991- 1993

Ausstellung 31.8. bis 30.9.2019 - Mi- Sa 14 - 18 Uhr

Ein Mann in Uniform schaukelt in den Himmel ... Wie Kunst eine eigene Wirklichkeit schaffen kann, zeigt die Ausstellung mit Bildern der in Erfurt geborenen Fotografin Gundula Schulze Eldowy aus dem Zyklus "Spinning on my heels", der Anfang der 1990er Jahre in New York entstand. Einmal um die eigene Achse drehend nahm sie die Haltung einer Träumenden ein. Im damit verbundenen Schwindelgefühl gelangen ihr farbige Mehrfach-Belichtungen von Menschen in der Fifth Avenue, die gespenstergleich durchs Leben wandeln. "Sie gehen nicht weg, kommen nicht an - Bewegung als pure Illusion."
Gundula Schulze Eldowy war bereits in den 1980er Jahren in der DDR durch ihre ungeschönten Schwarz-Weiß-Bilder bekannt geworden. In New York, wohin sie von dem amerikanischen Fotografen Robert Frank eingeladen wurde, erlebte sie erstmals das hektische Leben einer westlichen Metropole. Und ihre Sehweise änderte sich grundlegend.

Die Arbeiten von Gundula Schulze Eldowy werden weltweit ausgestellt und gesammelt, z.B. im Museum of Modern Art New York, im Museum für Gestaltung Zürich, im Folkwang-Museum Essen, in den Staatlichen Museen zu Berlin, im Deutschen Historischen Museum Berlin. Sie ist seit 2019 Mitglied der Berliner Akademie der Künste und lebt in Berlin, Peru und auf Reisen.

 

DIETER RÖSELER:  POTSDAM 5 UHR 30 - Orte der Erinnerung


Eröffnung: 2. Oktober 2019, 19 Uhr

Ausstellung bis 9. November 2019, Finissage 14 - 17 Uhr

 

Die Stadt Potsdam ist für den Kölner Fotografen Dieter Röseler "weder ganz schwarz noch rein weiß". Sehens-würdig sind für ihn auch die Halb- und Zwischentöne der Stadt.

So zeigt die Ausstellung Erinnerungsorte in und um Potsdam, die nicht auf Hochglanz-Postkarten zu finden sind: etwa die weiterhin verfallende Kiezstraße, die ehemalige Kaserne Krampnitz, die noch nicht polierten Römischen Bäder und die Gedenkstätte Lindenstraße. 

 

Die Auswahl der Straßen und Plätze regt dazu an, Potsdam "im Weitwinkel" zu betrachten und sich historische Ereignisse in Erinnerung zu rufen, die nicht in Reiseführern stehen.

 

Die 2019 entstandenen Bilder gliedern sich in die umfangreiche Werkreihe „Deutschland 5 Uhr 30“ ein, die der Fotograf 2014 begonnen hat.

 
Gewidmet ist die Bildserie dem Kölner Fotografen Chargesheimer, der ähnliche Stilmittel wählte: konsequente Schwarzweiß-Fotografie, Hochformat, Abwesenheit von Menschen auf den Bildern.

 

Beginn und Ende der Ausstellung sind nicht zufällig gewählt: Eröffnet wird sie am 2. Oktober , 19 Uhr, dem Vorabend des Tags der Deutschen Einheit. Die Finnissage findet am 9. November statt,  zum 30. Jubiläum des Mauerfalls.